Politik

Pfefferspray, Schlagstöcke und Polizeihunde gegen antifaschistische Blockierer in Dortmund

23.12.14 - Dazu schreibt das "BlockaDO"-Bündnis aus Dortmund in einer Pressemitteilung (Auszüge):

Eine für den vierten Advent geplante Kundgebung der Partei "Die Rechte" wurde am Abend von etwa 300 Antifaschistinnen und Antifaschisten blockiert. Die Neonazis, die ursprünglich auf einem Platz an der Münsterstraße gegen migrantische Bewohner der Nordstadt hetzen wollten, zogen nach mehr als zwei Stunden wieder ab. Die Polizei ging mit Hunden, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Blockierer und Passanten vor.

Bereits während der Anreise versuchten Gruppen von Demonstranten, die nahegelegenen U-Bahnstationen Münster- und Leopoldstraße zu blockieren. Die Polizei sperrte schließlich die Straßenbahnstation Leopoldstraße, drängte die Nazigegner beiseite und leitete die Nazis an ihnen vorbei. ... "BlockaDO"-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke zeigte sich sehr zufrieden mit den Aktionen gegen die Nazis: "BlockaDo hat abermals gezeigt, dass Blockaden ein wirksames und legitimes Mittel gegen Naziaufmärsche und -kundgebungen sind. Wir danken allen, die heute gegen Nazis auf der Straße waren."

Empört zeigt sich Bernert-Leushacke über das gewalttätige Vorgehen der Polizei gegen die Nazigegner: "Es wurde mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Menschen vorgegangen, die den Nazis und der Polizei im Weg standen. Insbesondere der Einsatz von Hunden und eine daraus resultierende Bissverletzung verdeutlichen erneut, wie wenig Hemmungen die Polizei hat, brutal gegen Blockierer vorzugehen." Nach Angaben des "BlockaDO-Bündnisses" gab es mindestens zehn Verletzte, darunter unbeteiligte Passanten und mehrere Kinder.