Politik

10.07.15 - Spionagesoftware für 335.000 Euro

Der italienische Spionagesoftware-Hersteller HackingTeam, der jüngst Ziel eines Angriffs wurde, lieferte Trojaner nicht nur an Geheimdienste und Militärs in Ägypten, Saudi-Arabien, Mexiko, Kasachstan und Sudan. Er lieferte auch an ein deutsches IT-Unternehmen mit Sitz in Bayern. Laut Abrechnungen erwarb die in Neufahrn bei München ansässige Firma Intech Solutions GmbH im März 2012 die Software Remote Control System (RCS) für 190.000 Euro von HackingTeam. Mit dem RCS-Trojaner können Mobiltelefone überwacht und geortet werden. Telefonate, SMS, E-Mail, Chatverkehr können mitgehört und mitgelesen werden. Auch Passwörter lassen sich kopieren, Kameras und Mikrofone von Smartphones fernsteuern.