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Südafrika: „Molo Mama!“ - Parteiarbeit in einem Township

Südafrika: „Molo Mama!“ - Parteiarbeit in einem Township
Aktive Parteiarbeit in einem Township von East London (rf-foto)

East London (Korrespondenz),11.07.15 - Fast würde ich sagen: „Man muss dabei gewesen sein!“. Aber wer kann schon so einfach nach Südafrika reisen? Ich hatte die Gelegenheit, vier Wochen lang die Parteiarbeit der CPSA/M-L (Kommunistische Partei Südafrika/Marxisten-Leninisten) kennen zu lernen. Am 3. Juli war ich bei einem Einsatz zum Spendensammeln in Mdantsane dabei.

Mdantsane ist das Township von East London, beileibe aber nicht seine Vorstadt und schon gar nicht ein Slum. … Dort sammelten wir Spenden.

Der Genosse, den ich begleitete, hat mit einer kurzen Pause gut drei Stunden Jede und Jeden angesprochen, dem er begegnete. ... Er war wie ein Fisch im Wasser. Zum Geldzählen in der Pause bekamen wir Sitzplätze in einem wartenden Sammeltaxi, wobei der Taxifahrer und sein stets mitfahrender Helfer auch noch ein paar Euro beisteuerten. … Erstaunlich viele konnte der Genosse in ein Gespräch verwickeln und besonders überzeugend war die Tatsache, dass es sich um eine marxistisch-leninistische Partei handelt, die den Kapitalismus stürzen will und mit der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) international organisiert ist. Ich, als der dabei stehende deutsche Genosse, war dafür dann natürlich ein gutes „Beweisstück“. Zum Schluss waren rund 170 Rand (rund 13,50 Euro) in der unscheinbaren Sammeldose, was ein hervorragendes Ergebnis ist!

Jeder Angesprochene wurde mit einem „Wie geht‘s?“ oder „Guten Morgen!“ begrüßt. Erwachsene Frauen, egal welchen Alters, werden hierzulande mit „Mama“ angesprochen und auf Xhosa heißt Guten Morgen „Molo“. So war das Häufigste, was ich in diesen drei Stunden zu hören bekam: „Molo Mama!“