Politik

"Kögida" mit Erfolg verhindert – kein Veedel für Rassismus in Köln

"Kögida" mit Erfolg verhindert – kein Veedel für Rassismus in Köln
Die Kölner Montagsdemonstranten vor dem - aus Protest gegen "Kögida" - verdunkelten Dom (rf-foto)

Köln (Korrespondenz), 06.01.15: Gefühlt war halb Köln auf den Beinen: Tausenden Kölnern war es eine Herzensangelegenheit am 5. Januar gegen die erste „Kögida“-Demo Flagge zu zeigen. Gewerkschafter, religiöse Menschen, Mitglieder von MLPD bis CDU, Migranten, Familien mit Kindern und viele Jugendliche blockierten faktisch die ca. 300 „Kögida“-Teilnehmer. Mit Erfolg: Kaum eine Stunde nach Beginn der „Kögida“ vor dem Deutzer Bahnhof gaben sie auf: „Wir werden nicht gehen können. Köln lässt uns nicht laufen.“

Jubel und Stolz auf den Erfolg unter den Tausenden Gegendemonstranten. Ihre Zahl ist kaum einzuschätzen, da sie breit verteilt waren. Die Bündnisse „Kein Veedel für Rassismus“ und „Köln stellt sich quer“ riefen zu fünf Kundgebungen entlang der ganzen Demostrecke auf. Mehrere Antifa-Demozüge marschierten im Anschluss eine „Ehrenrunde“ über die Deutzer Brücke: „Ob Ost, ob West – nieder mit der Nazipest – Hoch die Internationale Solidarität!“

Die Montagsdemos Köln und Leverkusen wurden mit ihrem bewährten offenen Mikrofon am Dom Anlaufstelle für zeitweise 200 Gegendemonstranten und zogen im Anschluss zur Deutzer Brücke. Die spannenden Diskussionen über Hintergründe von „Pegida“, Flucht vor Kriegen, Hunger und Umweltkatastrophen und welche Lösungen für die Zukunftsprobleme der Menschheit außerhalb der kapitalistischen Profitgesellschaft möglich sind, gehen bestimmt bei der nächsten Montagsdemo um 18 Uhr am Dom weiter!

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