Politik

Stuttgart: Immer mehr Demonstrationen – ein Zeichen des Linkstrends

Stuttgart: Immer mehr Demonstrationen – ein Zeichen des Linkstrends
Stuttgarter Montagsdemo

Stuttgart (Korrespondenz), 17.01.15: Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" vom 12. Januar 2015 hat in Stuttgart der Widerstand gegen das unnütze Mega-Profitprojekt "Stuttgart 21" zu einem steilen Aufschwung der Kundgebungen und Demonstrationen gesorgt, der bis heute anhält.

"Waren es im Jahr 2009 noch 520 angemeldete Kundgebungen, so zogen im Jahr darauf 1054 Mal Demonstranten durch die Straßen der Stadt. …  Doch das allein erklärt den Anstieg nicht. Denn in den darauf folgenden Jahren ging die Kurve stetig weiter nach oben. 2011 waren es 1381 angemeldete Veranstaltungen. Seither habe sich die Zahl auf die Marke von etwa 1400 Versammlungen pro Jahr eingependelt." 

Dies ist eine Entwicklung, die insbesondere in den politischen Zentren Deutschlands am deutlichsten ist. Spitzenreiter ist deshalb Berlin, wo die Zahl der Kundgebungen von 1955 im Jahr 2005 auf 3500 bis 4000 in den Jahren 2011 bis 2014 stieg. Ein wachsender Beweggrund für die Menschen seien die internationalen Krisen und Solidarität. Interessant ist auch, dass der Linkstrend das bestimmende ist. So berichtet der Berliner Polizeisprecher: "Das sind dann bei einer Pegida- und vier Gegenveranstaltungen eben gleich fünf an einem Tag".

Die Stuttgarter Zeitung hat aber auch festgestellt (und damit gewürdigt), dass die Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze, "die schon 493 mal stattgefunden hat", allein ein Drittel der Kundgebungen in Stuttgart angemeldet und durchgeführt hat. Sie hat auch eine der Organisatorinnen zu Wort kommen lassen hat, die davon berichtete, dass diese immer wieder gegen Behinderungen des Ordnungsamtes und der Polizei durchgesetzt werden mussten. Gratulation!