Wirtschaft

23.01.15 - EZB-Plan: 60 Milliarden Euro pro Monat

Gestern verkündete der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Drahgi, das größte EZB-Programm aller Zeiten. Ab März will die EZB 60 Milliarden Euro pro Monat in den Markt pumpen. Bis Ende September 2016 - solange soll das mindestens laufen - sind das 1,14 Billionen Euro. Hauptmethode ist der Aufkauf von Staatsanleihen bei Banken, Staaten und Unternehmen. Damit wird eine gewaltige Geldmenge in den Markt gepumpt und die Spekulation weiter angeheizt. Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD weist in seinem jüngsten Interview darauf hin: "Aufgrund der chronischen Überakkumulation des Kapitals ist es insgesamt für das internationale Finanzkapital sehr schwierig geworden, über die Industrieproduktion Maximalprofite zu realisieren. Deshalb wurde die staatliche Investitions- und Subventionspolitik gegenüber diesen Monopolen ebenso wie die ausufernde Spekulation immer mehr zu einer Notwendigkeit für die Steigerung der Maximalprofite. Beides hat zu einer ungeheuren Plünderung der Staatshaushalte und sprunghaften Ausdehnung des Kreditwesens geführt. (...) Die Geldpolitik hat den Widerspruch zwischen dem produktiven Kapital und dem aufgeblähten spekulativen Kapital weiter entfaltet und ebenfalls die Labilität der Wirtschaft erhöht."

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