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31.01.15 - "Entschädigung" für US-Investor in Kanada?

Ein US-Milliardär hat 1979 die einzige - mautfinanzierte - Straßenbrücke über den Ottawa-Fluss von Detroit ins kanadische Windsor gekauft. Jetzt fordert er von der kanadischen Regierung eine Entschädigung von 3,5 Milliarden Dollar wegen einer geplanten weiteren staatlichen Brücke, weil er angeblich nicht so wie andere kanadische Unternehmen behandelt worden sei. Grundlage dafür ist der im nordamerikanischen NAFTA-Abkommen enthaltene Investorenschutz. Der Fall gibt einen Vorgeschmack darauf, was internationale Konzerne auf Grundlage der geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada bzw. den USA (TTIP) von den einzelnen Nationalstaaten einklagen können ("Toronto Star", 13.1.15).