Politik

Antifaschisten machen weiter gegen "Pegida" mobil

28.01.15 - "rf-news" erreichten weitere Berichte von Anti-"Pegida"-Aktionen am Montag und am letzten Wochenende, von denen wir Auszüge veröffentlichen.

Über 200 Organisationen, Verbände und Parteien haben sich in Frankfurt/Main zu einem breitem Bündnis gegen "Pegida" Frankfurt zusammengeschlossen. Ein Korrespondent berichtet von den Aktionen am 26. Januar: "Auf dem Römer fand eine Kundgebung mit 10.000 bis 12.000 Menschen statt. Es gab ein reges Hin und Her zwischen dem Römer und der Hauptwache. Dort waren die ca. 50 'Pegida'-Anhänger mit dem hessischen NPD-Funktionär Stefan Jagsch in ihrer Mitte von einer rund 3.000 Teilnehmer großen Gegendemonstration eingekesselt. Die Montagsdemo gegen Hartz IV sorgte für das offene Mikrofon mit Kurzreden und Meinungen, ebenso mit antifaschistischen und kämpferischen Liedern. Kurzzeitig versuchte ein kleiner Trupp 'Pegida'-Anhänger die Montagsdemo-Teilnehmer, Rebellen und MLPD-Genossen einzukreisen und verbal anzugreifen. Offensiv konnte das geklärt werden und sie hielten Abstand."

Ebenfalls am Montag gingen in Hannover über 2.000 Menschen gegen "Hagida", den lokalen "Pegida"-Ableger, auf die Straße. In einer Pressemitteilung von "Fast Forward Hannover" heißt es dazu unter anderem: "Unverständnis besteht bei den Blockierer/innen über das Verhalten der Polizei. Diese sperrte nicht nur die halbe Innenstadt Hannovers für die Rassist/innen ab, sondern ging auch mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Menschen vor, die sich HAGIDA in den Weg stellen wollten."

Bereits am 23. Januar gab es in Freiburg die größte Demonstration in der Stadtgeschichte. 20.000 Menschen kamen zur Anti-"Pegida"-Demonstration, die hauptsächlich über soziale Netzwerke organisiert worden war. Auch in Hagen kamen am Samstag rund 1.000 Teilnehmer zusammen, um gegen "Pegida" zu protestieren, obwohl sich dort bisher noch gar kein Ableger gegründet hat. In Köln hat das "Kögida"-Bündnis seine für heute angekündigte erneute Kundgebung offenbar aufgrund der breiten Proteste der letzten Woche abgesagt.

In Dresden kündigte der Verein Stolpersteine e.V., der die Erinnerung an Opfer des Faschismus pflegt, seine Kooperation mit der "Landeszentrale für politische Bildung" auf. Der Vereinsvorsitzende Claus Dethleff begründete das damit, dass es nicht nachvollziehbar sei, "wie hier rassistisches und islamfeindliches Gedankengut als Meinungsfreiheit deklariert" werde.