Betrieb und Gewerkschaft

Opel Bochum: Lüge vom "sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau" offen gescheitert

Opel Bochum: Lüge vom "sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau" offen gescheitert

31.01.15 - Dazu teilt "Offensiv", Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel und Neovia (Opel-Werk 3) in Bochum, mit:

"In der vergangenen Woche hat die Geschäftsleitung der Adam Opel AG beim Betriebsrat 39 Kündigungen beantragt. Davon betroffen sind auch drei amtierende Betriebsräte sowie elf schwerbehinderte Mitarbeiter – darunter Klaus Leymann, Betriebsrat der Liste OFFENSIV. Ihm und weiteren kämpferischen Kollegen wird bislang aus offensichtlich politischen Motiven ein Ersatzarbeitsplatz im Werk 3 verweigert. Sie sollen nun mit einer Änderungskündigung zum Wechsel nach Rüsselsheim oder Eisenach gedrängt werden. Gegen diese Diskriminierung schwerbehinderter Kollegen und Unterdrückung von Betriebsratsarbeit wird OFFENSIV mit allen politischen und juristischen Mitteln vorgehen.

Diese Kündigungen sind alles andere als ein Zeichen von Stärke der Geschäftsleitung. Sie spiegeln ihre Verunsicherung wider angesichts des immer offensichtlicheren Scheiterns ihrer Lüge vom 'sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau':

Die Anfang Oktober von der Werksleitung verbreitete Pressemeldung, wonach 99 Prozent der rund 3.000 Bochumer Opelaner bis zum 30.09.14 den Aufhebungsvertrag unterschrieben hätten, entlarvt sie nun selbst als Lüge. Auch abzüglich zahlreicher Kollegen, die nach Anfang Oktober noch einen Aufhebungsvertrag unterzeichneten, an die Standorte Rüsselsheim und Eisenach wechselten oder einen neuen Arbeitsplatz außerhalb des Konzerns fanden, haben mehr als ein Prozent der Erpressung standgehalten. OFFENSIV gratuliert den Kollegen zu ihrer Unbeugsamkeit und sichert ihnen die volle Unterstützung und Solidarität in der weiteren Auseinandersetzung zu. ..."

(Hier der vollständige Text der Pressemitteilung)