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Türkische Regierung liefert Waffen an islamistische Faschisten in Syrien

30.01.15 - Der "Spiegel" deckte aktuell auf, wie die türkische Regierung Waffen an islamistisch-faschistische Kräfte in Syrien gesandt hatte. Ein türkischer Staatsanwalt ließ am 19. Januar 2014 in der türkischen Provinz Adana drei LKWs des türkischen Geheimdienstes MIT stoppen. Der Konvoi enthielt laut Durchsuchungsprotokoll Waffen, Raketen und Munition für Al-Qaida-Kräfte in Syrien und wurde von MIT-Beamten begleitet.

Während der kompletten Durchsuchung protestierten die Geheimdienstler gegen die Maßnahme. Auf persönliche Anweisung des damaligen Premierministers und heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan - überbracht von dem Gouverneur von Adana, Hüseyin Avni Cos - durfte der Konvoi dann mitsamt seiner Ladung weiterfahren. Erdogan wörtlich: "Diese Lastwagen transportieren humanitäre Hilfsgüter. Sie dürfen keine Lastwagen des MIT stoppen."

Der Staatsanwalt Aziz Takci, der die Durchsuchung angeordnet hatte, wurde inzwischen seines Amtes enthoben. Gegen die Soldaten, die an der Durchsuchung beteiligt waren, wird derzeit wegen Spionage ermittelt. Das ganze wurde jetzt bekannt, weil eine Hackergruppe das als "geheim" klassifizierte Durchsuchungsprotokoll gehackt und veröffentlicht hat.

Die Unterstützung des türkischen Imperialismus für die islamistisch-faschistischen Kräfte in Syrien verfolgt zwei Ziele: die Unterdrückung des kurdischen Befreiungskampfes und die Destabilisierung des syrischen Assad-Regimes, um den eigenen Einfluss zu erhöhen.

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