Umwelt

05.02.15 - "Amtshilfe" für AKW-Schadenersatz

Die Atomkonzerne RWE, E.ON und EnBW fordern von Bund und Ländern insgesamt 882 Millionen Euro Schadenersatz wegen der vorübergehenden Stilllegung der ältesten Atomkraftwerke nach der Atomkatastrophe von Fukushima. Eine Vielzahl bisher unveröffentlichter Dokumente, die dem ARD-Magazin "Monitor" vorliegen, belegen, dass dies von höchsten Regierungsstellen trotz vorausgegangener Warnungen bewusst ermöglicht wurde. "Man wollte keine sicherheitstechnischen Mängel in die Begründung der Anordnung reinschreiben, um das zu ermöglichen, was jetzt passiert", schlussfolgert Wolfgang Renneberg, früherer Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium.