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"Grup Yorum" in den Niederlanden behindert: "Lieder verstummen nicht"

"Grup Yorum" in den Niederlanden behindert: "Lieder verstummen nicht"

04.02.15 - Im Folgenden veröffentlichen wir eine aktuelle Presseerklärung der fortschrittlichen türkischen Musik-Gruppe "Grup Yorum" im Zusammenhang mit den willkürlichen Behinderungen ihrer Konzerte durch die niederländischen Behörden. Die Musikgruppe trat auch auf dem rebellischen Musikfestival an Pfingsten 2014 auf (hier):

"Unser Konzert in Holland wurde innerhalb von zwei Tagen zum dritten Mal von der Polizei verhindert! Wir haben daraufhin unsere Lieder auf die Straße getragen!

Dieser Zustand zeigt die Hilflosigkeit des niederländischen Staates und seiner Polizei. ... Wir hatten bekannt gegeben, dass wir für unser verhindertes Konzert einen neuen Saal gefunden haben und wir das Konzert in diesem neuen Konzertsaal gratis abhalten werden. Während unsere Vorbereitungen im Veranstaltungsort noch andauerten, rief die Polizei auch diesen Veranstalter an, um das Konzert zu verhindern. …

Durch den Druck, den wir mit Hilfe unserer AnwältInnen übten, hat sich die Polizei zurückgezogen, doch es ist ihnen gelungen, den Veranstalter einzuschüchtern. Nach all dem nahmen wir unsere Instrumente, gingen auf die Straße und gingen zu unseren Fans, die auf das Konzert warteten. Hier gaben wir eine Erklärung ab und stellten klar, dass wir uns den zunehmenden Repressionen auf unsere Band in Europa nicht beugen werden, dass wir, genau wie in der Türkei … Lieder verstummen nicht, die Tänze gehen weiter!"

Nochmal zum Reinhören: Lied für die getöteten Bergarbeiter in Soma (Live-Konzert in Antalya, Mai 2014)

 Lied für den 14-jährigen Berkin Elvan, der im vergangenen Jahr durch eine Gasgranate der Polizei auf den Kopf getötet wurde. Vor dem Lied gibt es noch eine kurze Rede und dann ein Gedicht, verlesen vom bekannten Schauspieler Firat Tanis. (Konzert in Bakirköy/Istanbul, April 2014, vor mehr als 1 Million Menschen)