Wirtschaft

5.000 Kolleginnen und Kollegen in Hamburg im Warnstreik

5.000 Kolleginnen und Kollegen in Hamburg im Warnstreik
Die streikenden Kolleginnen und Kollegen in Hamburg (rf-foto)

Hamburg (Korrespondenz), 13.02.15: Am 12. Februar rief zum ersten Mal in dieser Tarifrunde die IG Metall an der Küste zu einem 24-stündigen Warnstreik auf. Mit einem Sternmarsch von drei Sammelpunkten (Platz der Republik, Altona), Blohm+Voss (Steinwerder) und Rathausmarkt demonstrierten die Kollegen zum Spielbudenplatz. An den Streiks nahmen Kolleginnen und Kollegen von Airbus (Hamburg, Stade, Varel mit meiner Delegation), Arcelor-Mittal (Hamburger Stahlwerke), Blohm+Voss, Daimler, Diehl (Flugzeugeinrichtungen), Hydro (Aluminium-Hütte), Jungheinrich, Siemens, Still etc. teil.

Die Stimmung unter den 5.000 anwesenden Kolleginnen und Kollegen war kämpferisch aber auch nachdenklich, ob denn die IG Metall wirklich die Urabstimmung durchführen wird und zum Streik aufruft. 66 Kolleginnen und Kollegen unterschrieben bei sammelnden Gewerkschaftern den "Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens".

In der Regel war dazu eine Auseinandersetzung nötig, die teilweise auch weiter führte: "Kann man denn die Stilllegung eines (angeblich) veralteten Werks verhindern?" "Das darf doch die Gewerkschaft gar nicht, da wird es doch politisch." 80 Prozent der Angesprochenen unterschrieben schließlich die Petition, dass die Gewerkschaft zur Kampforganisation gemacht werden muss und dass es nie wieder vorkommen darf, dass eine kämpferische Belegschaft im Regen stehen gelassen wird.