Betrieb und Gewerkschaft

Warnstreik-Kundgebung in Albstadt: Wie wird die IG Metall zur Kampforganisation?

Warnstreik-Kundgebung in Albstadt: Wie wird die IG Metall zur Kampforganisation?
Demonstration der Metaller in Albstadt (rf-foto)

Albstadt (Korrespondenz), 11.02.15: Etwa 500 Metaller beteiligten sich gestern an der Demonstration und Kundgebung in Albstadt, zu der die örtliche IG-Metall-Verwaltungsstelle aufgerufen hatte. In der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn waren sich die anwesenden Kolleginnen und Kollegen einig. Der meiste Applaus und gute Stimmung kamen auf, wenn die Kampfbereitschaft für einen Streik angesprochen wurde.

Die Beteiligung aus den einzelnen Betrieben war sehr unterschiedlich. Etwa 20 Prozent waren Jugendliche. Dabei wurde es allerdings versäumt, die Auszubildenden, die an dem Tag in der Berufsschule waren, bewusst mit einzubeziehen.

Vor, am Rande und nach der Kundgebung gab es noch Gespräche über weitergehende Fragen - etwa anhand der aktuellen "Roten Fahne", in der die Kämpfe der Bergarbeiter in Polen bekannt gemacht werden. Mit den Aktivitäten in der Tarifrunde wächst auch das Bedürfnis an der Auseinandersetzung, wie die IG Metall zur Kampforganisation gemacht werden muss. Im übrigen war die MLPD als einzige Partei in Albstadt sichtbar vertreten und hat sich für die volle Durchsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen positioniert.