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19.02.15 - Peru: Proteste gegen Zwangssterilisationen

Während der Fujimori-Diktatur in Peru wurden zwischen 1996 und 2000 rund 300.000 Frauen und 22.000 Männer zwangssterilisiert. Das Programm nannte sich demagogisch "Nationales Programm zur Familienplanung". Betroffen waren fast ausschließlich Indigene und arme Bäuerinnen. Wer sich wehrte, wurde mit Strafanzeigen, Entzug von Sozialleistungen usw. unterdrückt. Aufgrund miserabler medizinischer Betreuung gab es mindestens 18 Frauen, die direkt nach dem Eingriff an Komplikationen starben, von den psychischen Folgen zehntausender nicht zu sprechen. Nur anhaltende Proteste, Mahnwachen und Demonstrationen führen jetzt zu einer Wiederaufnahme von Verfahren.