Politik

23.02.15 - NSU-Prozess: Geheimagent wusste mehr

Der hessische "Verfassungsschutz"-Agent Andreas T. war beim Mord an dem Kasseler Internet-Cafe-Betreiber Halit Yozgat 2006 nicht nur wie bekannt am Tatort, sondern hatte offenbar schon vorher konkrete Kenntnisse von der geplanten Tat, der Tatzeit, dem Opfer und den Tätern. Das geht aus Beweisanträgen von Nebenklage-Anwälten im NSU-Prozess gestützt auf ein von der Polizei abgehörtes Telefonat T.'s hervor. Außerdem wurde bekannt, dass bei der Spurensicherung im Wohnmobil, in dem sich die Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt befanden, mehrfach Munition und Patronenhülsen falsch zugeordnet wurden. Das erschwert unter anderem die Aufklärung, ob noch eine dritte Person an den Todesschüssen im Wohnmobil beteiligt war.