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26.02.15 - Commerzbank tief in Steueraffäre verstrickt

Die Commerzbank ist viel tiefer in die neue Steueraffäre verstrickt, als sie anfangs zugegeben hatte. Das geht aus Unterlagen hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegen und die aus den Beständen der Mossack Fonseca Group in Panama stammen, einem weltweit agierenden Anbieter von Briefkastenfirmen. Solche Firmen dienen vor allem dazu, Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken. Am Dienstag hatten Kölner Staatsanwälte und Steuerfahnder die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt durchsucht. Das Geldinstitut erklärte daraufhin, es gehe dabei um "Altfälle, die zehn Jahre und länger" zurücklägen. Gestern räumte die Commerzbank dann allerdings ein, "Altkunden mit Briefkastenfirmen in Panama seien von der Luxemburger Tochter, der Commerzbank International, weiter betreut worden". Der Schaden könnte bis zu einer Milliarde Euro betragen.