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Flüchtlinge besetzen Theaterplatz in Dresden

Dresden (Korrespondenz), 02.03.15: Am vergangenen Samstag besetzten Flüchtlinge und Unterstützerinnen und Unterstützer den Theaterplatz in Dresden, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Zuvor zog eine Demonstration mit 5.000 Menschen durch Dresden, die von Flüchtlingen organisiert wurde und aus dem ganzen Bundesgebiet Unterstützung fand. In einer Erklärung zu der Versetzung schreiben die Flüchtlinge:

"Das Protestcamp 'Refugee Struggle Dresden' ist sich sicher, dass die Sächsische Regierung keine Verantwortung für die Situation der Non-Citizens (Geflüchtete ohne Bürgerrechte) übernimmt. Deshalb haben wir Protestierenden uns entschlossen, ihren Protest auf die Straße zu tragen und hier zu demonstrieren.

Die Protestierenden sind sich sicher, dass die Sächsische Regierung genug Informationen und Zeit hatte, um die Situation der Non-Citizens zu analysieren und die richtigen Schritte einzuleiten. Wir, die Non-Citizens sind überzeugt, uns dieser Situation zu widersetzen und wollen, dass die Regierung unsere Forderungen umsetzt.

Dies sind einige Punkte, aufgrund derer wir auf die Straße gehen: Abschiebungen, kein gleiches Recht zu arbeiten, kein Recht den eigenen Wohnort auszuwählen und Zwang, in den Lagern (Heimen) in Städten und Dörfern zu leben, die wir nicht gewählt haben, Keine gleiche Gesundheitsversorgung und die Aufrechterhaltung des Krankenscheinsystems, Keine Sprachkurse für alle von Beginn an und kein Recht auf Bildung an Schulen und Universitäten, intransparente Regelungen für die Prozesse des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Bezug auf Anhörungen und Verfahrensfristen. Zusammenfassend: Als Menschen dürfen wir keine Entscheidungen für unser eigenes Leben treffen."