Umwelt

Kohlekraftwerk am Netz - Vattenfalls Hamburger Dreckschleuder

Kohlekraftwerk am Netz - Vattenfalls Hamburger Dreckschleuder
Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg (foto: Dirtsc)

Hamburg (Korrespondenz), 05.03.15: Das Anfang März ans Netz gegangene Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg bedeutet einen schwarzen Tag für das Klima in Hamburg und Norddeutschland, einen schwarzen Tag für die Menschen in der Stadt und im Umland. Überdimensioniert und teuer, ökonomisch irrsinnig und ökologisch ein Desaster. Politisch nicht nur fragwürdig, sondern entlarvend.

Diese Stichworte reichen aus, um den gesamten miserablen Zustand des Kohlekraftwerks Moorburg und seiner Strippenzieher/innen zu beschreiben. Die Eckdaten des Projekts sind für sich genommen nicht der Hauptwiderspruch - es ist die Geisteshaltung aller Akteure:

Das Profitstreben Vattenfalls, seinem negativen Image ungestört die Krone aufsetzend, die Betonfraktion der damaligen Regierungspartei CDU und später deren Koalitionspartner, die "Grün-Alternative Liste" (GAL). Letztere, die zukünftig nicht einmal mehr "Greenwashing" für sich selbst betreiben kann. Und einem wiedergewählten SPD-Bürgermeister Scholz, nunmehr in der zukünftigen GAL/SPD-Koalition, der ungerührt die Erbschaft Elbphilharmonie und Kohlekraftwerk Moorburg weiterführt.

Die Hälfte der erzeugten Energie wird ungenutzt bleiben - allein dieser Umstand wird den Protest gegen eine Pseudo-Energiewende am Laufen halten.