Jugend

Grüne Drogenpolitik: Abkassieren und Ruhigstellen

Grüne Drogenpolitik: Abkassieren und Ruhigstellen
Kiffen - extrem gesundheitsschädlich (foto: Chmee2/CC By-Sa 3.0)

15.03.15 - Anfang März brachten der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir und weitere Führungskräfte der Grünen einen Gesetzesentwurf ein, um Verkauf und Gebrauch von Cannabis zu legalisieren. Angesichts zunehmender Verarmung in Deutschland gerade unter jungen Erwachsenen fällt den Grünen nichts anderes ein, als diesen die Verdrängung der realen Sorgen und Nöte mittels Drogen anzuempfehlen. Versuchte Özdemir das zuerst eher subtil, als er sich in einem Internetvideo einen Eimer Eiswasser über den Kopf gießen lies, während sich im Hintergrund auf seinem Balkon eine Hanfpflanze malerisch im Wind wiegte, wird der Gesetzentwurf nun konkret.

Er sieht vor, dass Menschen über 18 Jahre Haschisch legal in einem zugelassenen Fachhandel erwerben können und der Besitz bis 30 Gramm straffrei sei. Wie aus dem Gesetzesentwurf hervorgeht, denken die Grünen im Falle einer Legalisierung über eine Cannabissteuer von vier bis sechs Euro pro Gramm nach! Zusätzliche Steuereinnahmen von bis zu 2 Milliarden Euro wären nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“ zu erwarten. So sieht es also aus: Jugendliche per Droge ruhig stellen, während die Herrschenden dafür noch Steuergelder kassieren! Damit aber eine illegale Weitergabe, zum Beispiel an unter 18-Jährige, zu verhindern, wie die Grünen vorgeben, ist eine Illusion. Viel mehr ist zu befürchten, dass sich so noch viel mehr Jugendliche mit dem Verkauf von legal erworbenem Haschisch ihr Taschengeld "aufbessern".

Dazu kommt die enorme gesundheitsgefährdende Komponente des Cannabis-Konsums: Eine Kostprobe: Die Zeit berichtet: „Der Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Thomasius, ... beschäftigt sich seit Jahren mit ihren Folgen (denen von Cannabis, Anm. d. Red.). 'Es gibt gute Evidenz, dass regelmäßiger Konsum Psychosen auslöst', sagt er. Vor allem für Jugendliche sei Marihuana ein großes Problem. ... Wer häufig kiffe, riskiere psychosoziale Entwicklungsstörungen. 'Dass kann dazu führen, dass Menschen unfähig sind, feste Persönlichkeiten auszubilden.' Darüber hinaus seien psychische und kognitive Schäden, mangelnde Konzentration und depressive Störungen bekannte und oft belegte Folgen regelmäßigen Marihuana- und Haschischkonsums.“ (1)

Der MLPD-Jugendverband REBELL erklärt dazu: „Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war Haschisch in Europa kaum verbreitet. Die vom Sozialismus und der chinesischen Kulturrevolution beeindruckte Jugendbewegung der 1960er und 1970er Jahre in Europa wurde von den Herrschenden mit einer 'Drogenwelle' unter Beschuss genommen. Losgetreten wurde sie von den Vietnam bombardierenden US-Imperialisten, und Haschisch, Marihuana und LSD fanden unter der deutschen Jugend erstmals nennenswerte Verbreitung.

Von Anfang an verband die herrschende Klasse die 'Drogenwelle' mit der Propagierung eines individualistischen und antiautoritären Lebensgefühls und einer entsprechenden Lebensweise. Filme wie 'Easy Rider' und die bürgerliche Musikszene verbreiteten gefühlsbetont die Botschaft: 'Werde du selbst' und 'Lebe im Hier und Jetzt'. Der Antiautoritarismus und Individualismus war mit Hilfe der Allianz aus 'neuen' Drogen und imperialistischer Massenkultur leichter und tiefer in der Jugend zu verankern. Die kapitalistische Mafia bezog gigantische Gewinne aus dem nun auch in Europa blühenden Drogengeschäft.“ (2)

Gigantische Gewinne auf der einen Seite und für die Jugend ein lethargisches pseudo-rebellisches Lebensgefühl - die Grünen beweisen sich mit diesem Gesetzesentwurf als würdige Monopolpartei. Inzwischen hat sich Gregor Gysi von der Linkspartei zu Wort gemeldet und in das gleiche Horn getutet, offenbar aus Angst in Sachen Antiautoritarismus Boden an die Grünen zu verlieren.

Kampf dem Drogensumpf!

Rebellion ist gerechtfertigt!

(1) http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-02/cannabis-kiffen-tod-marihuana-rechtsmedizin/seite-2

(2) http://rebell.info/2006/07/kampf-dem-drogensumpf/