Umwelt

Ver.di- und GEW-Streikversammlung in Jena: "Die Sonne ist auch Gewerkschaftsmitglied"

Ver.di- und GEW-Streikversammlung in Jena: "Die Sonne ist auch Gewerkschaftsmitglied"
Streikversammlung in Jena (rf-foto)

Eisenach (Korrespondenz), 12.03.15: Als Lehrerin an einem Förderzentrum beteiligte ich mich gestern an der Thüringen-weiten Streikversammlung von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Jena. "Die Sonne ist auch Gewerkschaftsmitglied", waren die einleitenden Worte eines Vertreters der GEW bei der Auftaktkundgebung vor der Friedrich-Schiller Universität. Bei strahlendem Sonnenschein waren ca. 800 Lehrerinnen, Lehrer, Krankenschwestern, Angestellte der UNI Jena, Beschäftigte von Landesbehörden und auch einige Auszubildende zur Kundgebung und der anschließenden Demonstration durch die Innenstadt gekommen.

Es geht uns Lehrerinnen und Lehrern nicht nur um die 5,5 Prozent mehr Lohn und um die Verhinderung der beabsichtigten Kürzung unserer Zusatzrente, sondern vor allem darum, dass dringend neue Lehrer als Vertretungsreserve eingestellt werden müssen. Sind an einer Schule, wie gerade jetzt bei der Grippewelle, mehrere Lehrer krank, werden Klassen nach Hause geschickt. Die 500 sogenannten "Neueinstellungen", die Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow angekündigt hat, sind keine zusätzlichen Neueinstellungen, weil sie nicht mal die Lehrer ersetzen, die in den Ruhestand gehen.

Etliche Teilnehmer sprach ich darauf an, dass wir uns als Gewerkschafter dringend auch für die Lösung der Umweltfrage einsetzen und dies auch viel mehr sowohl in der Gewerkschaft als auch im Unterricht zum Thema machen müssen. Ich stellte den Kollegen das Buch "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" vor, was auch hervorragendes Material für den Unterricht beinhalte. Auch wenn Einzelne die Umweltpolitik der Regierung noch gut fanden - gleich die erste Kollegin, die ich so ansprach, kaufte das Buch.