Politik

Prozess gegen Versuch der Kriminalisierung von Plakaten für das Rebellische Musikfestival

Prozess gegen Versuch der Kriminalisierung von Plakaten für das Rebellische Musikfestival

25.03.15 - Zu dem morgen in Sonneberg (Thüringen) stattfindenden Prozess heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins "Rebellisches Musikfestival e.V.":

"Pfingsten 2014 fand ein begeisterndes rebellisches Musikfestival auf der ... Waldbühne in der Freizeitanlage 'Im Waldgrund' in Truckenthal statt: Drei Nächte lang machten 38 Bands vor über 1.200 Zuhörern Musik. ... es war nicht kommerziell, sondern selbst organisiert. Bei strahlendem Sternenhimmel herrschte eine tolle Atmosphäre und es gab keinerlei Störungen – so war das Festival ein attraktiver kultureller Höhepunkt für die Region. Die Besucher kamen aus ganz Deutschland und lernten den Thüringer Wald schätzen.

Umso unverständlicher ist es, dass ... ausgerechnet die Stadt Sonneberg unserem Verein einen Bußgeldbescheid über 78 Euro schickte, weil sieben Plakate für das Festival an Stellen ohne Genehmigung aufgehängt worden seien. Freiwillige Unterstützer des Festivals hatten in geschätzt 100 Städten für das Festival geworben, tausende Plakate aufgehängt, zehntausende Flyer verteilt – nirgendwo gab es dagegen Proteste außer aus Sonneberg, der Stadt, die am meisten Gewinn durch das Festival  hat. Warum? Etwa weil das Festival rebellisch war und sich gegen die herrschende Politik positionierte?

Wir lassen uns einen solchen undemokratischen Einschüchterungsversuch natürlich nicht bieten! Deshalb legte der Verein Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid ein, der jetzt vor dem Amtsgericht in Sonneberg verhandelt wird: Am Donnerstag, den 26. März, um 15 Uhr in Raum 2.15.

Wir fordern die Stadt eindrücklich auf, ihren Bußgeldbescheid zurückzuziehen, und werden das auch so vor dem Amtsgericht begründen!"