Politik

01.04.15 - NSU-Zeugin verstorben - viele Fragen offen

Am 28. März starb auch die Ex-Freundin von Florian Heilig, einem wichtigen Zeugen im NSU-Prozess. Sie war ebenfalls eine Zeugin in dem Verfahren. Bisher sind die Ursachen ihres Todes nicht restlos geklärt. Jetzt tauchen neue Verbindungen in die faschistische Szene auf: Nach Informationen des "Focus" interessierten sich 2001 bis zu 20 baden-württembergische Polizisten für eine Mitgliedschaft im deutschen Ableger des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan. Die meisten ihrer Treffen mit dem Ku-Klux-Klan fädelte laut "Stuttgarter Zeitung" Steffen B. ein. Dessen Bruder, ein heutiger Kriminalbeamter, untersuchte das ausgebrannte Wrack des Autos, in dem sich der Neonazi-Aussteiger Florian Heilig im Herbst 2013 angeblich das Leben genommen haben soll, kurz vor einem wichtigen Verhör zum NSU-Mord an Michèle Kiesewetter. Nach Befunden der Gerichtsmedizin starb Florian H. nicht allein durch die Verbrennungen. In seinem Körper fanden sich Spuren eines starken Medikamentencocktails, der das Potenzial hatte, schnell zur Bewusstlosigkeit zu führen. (Mehr dazu in der "Rote Fahne" Wochenausgabe, die am kommenden Freitag erscheint - bestellen)