Umwelt

"AUF Gelsenkirchen" fordert lückenlose Aufklärung des Störfalls bei BP

"AUF Gelsenkirchen" fordert lückenlose Aufklärung des Störfalls bei BP
Werkseinfahrt zu BP in Gelsenkirchen (foto: Stahlkocher)

01.04.15 - "Die Gefährdung der Bevölkerung darf keinesfalls zum Betriebsgeheimnis erklärt werden", erklärt Jan Specht, sachkundiger Einwohner von "AUF Gelsenkirchen" zu den Störfällen bei BP - zuletzt Ende letzter Woche. Weiter ist in einer Presseerklärung des überparteilichen Kommunalwahlbündnisses zu lesen:

"Der extreme Störfall im BP-Werk Scholven hat die Anwohner beunruhigt. Bis nach Borken und Xanten wurde das Abfackeln gesehen, näher dran beschwerten sich Anwohner über den Gestank und den unerträglichen Lärm. Bei Verbrennung mit offener Flamme der in Scholven hergestellten Erdölprodukte werden giftige Stoffe in die Luft geblasen. Von einer kontrollierten Verbrennung kann keine Rede sein. BP muss genaue Angaben zu den verbrannten Stoffen und den Verbrennungsprodukten machen. BP verweigert hier die Auskunft mit der billigen Ausrede 'Betriebsgeheimnis'.

Weitere Fragen werden zu klären sein. Wie konnte es in so einem sensiblen Störfallbetrieb zu einem Stromausfall kommen? Wird sich der halbfertigen Produkte durch Abfackeln günstig entledigt? AUF Gelsenkirchen fordert seit längerem einen Stopp des Abfackelns, welches auch im Normalbetrieb schädlich und störend ist. BP argumentiert, dass es früher schlimmer gewesen sei.

Das Argument gilt nicht - schließlich lernt die Menschheit dazu, wird sich der Gefahren bewusst und kämpft für besseren Umweltschutz. Ein weiteres Argument: Arbeitsplätze wären gefährdet. Stimmt nicht - konsequenter Umweltschutz schafft Arbeitsplätze, er gefährdet höchstens Maximalprofite."

(Brief von Monika Gärtner-Engel und Jan Specht an das Regierungspräsidium)