Betrieb und Gewerkschaft

KiTa-Warnstreiks: "Es geht mir vor allem um meine jungen Kolleginnen"

Hamburg (Korrespondenz), 08.04.15: "Ich streike nicht so sehr für mich, sondern für meine jungen Kolleginnen", das war die Begründung einer Kollegin aus einem der vielen Kindertagesstätten und Sozialeinrichtungen, die ver.di in Hamburg gestern zur Warnstreik-Kundgebung aufgerufen hatte. Ca. 300 Kolleginnen und Kollegen versammelten sich am U-/S-Bahnhof "Sternschanze". Die ver.di-Kollegin am Streikmikro verlas die teilnehmenden Einrichtungen und konstatierte: "Hamburg steht!"

Die Kolleginnen und Kollegen empört die provokante Blockadehaltung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Es wiederholt sich die gleiche Methode wie in den anderen Tarifrunden, dass sich die Verhandlungsführer der Gegenseite dumm stellen. Den Kolleginnen und Kollegen geht es mit ihrem Warnstreik um Verbesserungen der Eingruppierungen, was besonders die jüngeren Kolleginnen und Kollegen betrifft.

Es geht aber auch um Neueinstellungen und bessere Ausstattung der Kindergärten etc. Sie sind es satt, dass die KiTas immer mehr zu Verwahranstalten werden. Dabei wünschen wir ihnen viel Erfolg. Schließlich ist eine gute Qualität der KiTas für viele Familien inzwischen unverzichtbar, da immer mehr Frauen berufstätig sind.