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Protest gegen Verweigerung des Visums für Eugène Badibanga Kapongo aus dem Kongo

Protest gegen Verweigerung des Visums für Eugène Badibanga Kapongo aus dem Kongo
Die Bergarbeiterhymne "Santa Barbara Bendita" fehlt auf keinem Treffen der ICG

11.04.15 - Die International Coordination Group (ICG) der International Miners' Conference protestiert in einem Schreiben gegen die Verweigerung des  Visums für Eugène Badibanga Kapongo aus dem Kongo. Der Brief richtet sich an das Auswärtige Amt in Deutschland sowie an den belgischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten, an die Belgische Botschaft in Kinshasa / Kongo und an die demokratische Öffentlichkeit.

In dem Schreiben heißt es: "Im März 2013 wurde die erste internationale Bergarbeiterkonferenz in Arequipa/Peru mit über 500 Teilnehmern und Delegierten aus 19 Ländern und 4 Kontinenten gegründet. (...)

Eugène Badibanga Kapongo wurde auf der Gründungskonferenz einstimmig in die internationale Koordinierung (International Coordination Group - ICG) gewählt. Er ist Gewerkschaftssekretär der Kupfergewerkschaft im Kongo und vertritt hunderttausende Bergleute in seinem Land.

Die ICG trifft sich vom 23. bis 25. April 2015 in Deutschland, um über die weitere Arbeit der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung zur Durchsetzung der Interessen der Bergarbeiter und ihrer Familien zu beraten. Um an diesem Treffen in Deutschland teilnehmen zu können, benötigt Eugène Badibanga Kapongo ein sogenanntes "Schengen-Visum", das nach der gegenwärtig geltenden Vereinbarung der Schengen-Staaten von der belgischen Botschaft in Kinshasa ("Maison Schengen") ausgestellt werden muss.

Die belgische Regierung bzw. die belgische Botschaft in Kinshasa hat ihm nunmehr, wie auch bereits 2014, das Visum verweigert. Es ist völlig absurd zu behaupten, dass "nicht erwiesen ist, dass Eugène Badibanga Kapongo das (Schengen-)Mitgliedsland vor Ablauf des Visums verlassen wird."

Er ist in der ICG, weil er für eine lebenswerte Zukunft der Bergleute und ihrer Familien in den Ländern der Welt kämpft und dafür in der ICG Verantwortung übernommen hat. Auch 2014 sind alle ICG-Mitglieder nach dem Treffen selbstverständlich in ihre Heimatländer zurückgekehrt, um dort ihre Aufgaben im Interesse der Bergleute wahrzunehmen.

Wir bitten alle demokratischen Kräfte, gegen dieses Vorgehen, welches das Schengen-Abkommen vorschiebt, um die Freiheit des demokratischen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu unterdrücken, zu protestieren. Bitte senden Sie Ihren Protest an die oben angegebenen Anschriften und an das Büro der ICG in Gelsenkirchen als Kopie zur Kenntnis. ...

Mit freundlichem Glück Auf

Andreas Tadysiak
Hauptkoordinator der ICG von der IMC