Politik

Lübeck: "Die Bevölkerung war und ist nicht vorgesehen"

Lübeck: "Die Bevölkerung war und ist nicht vorgesehen"
Demonstration gegen G7-Gipfel in Lübeck (rf-foto)

Hamburg (Korrespondenz), 15.04.15: Anläßlich des Außenminister-Treffens der G7 im schleswig-holsteinischen Lübeck wurde nur die Kulisse gebraucht. Das Geschacher der imperialistischen Länder findet in einer Hochsicherheitszone statt. Trotz Behinderungen und "Nadelstichtaktiken" der Polizei ist die Stimmung der Demonstranten gegen den G7-Gipfel gut und kämpferisch. Viele Jugendliche sind auf dem Klingenberg, dem Platz des Bündnisses gegen G7, und erleben den Zusammenschluss von Jung und Alt im antikapilistischen Sinne.

Im Vorfeld überschlugen sich die Lokalnachrichten mit Horrorannahmen. Viele kleine Läden sind während des G7-Treffens geschlossen, teilweise verbarrikadiert. Anlässlich des Gipfels waren Polizeieinheiten aus einigen Bundesländern einschließlich 'schwerem Gerät' zusammengezogen worden. Durch Sperrung des Linienverkehrs, von Straßen und Plätzen durch Polizisten in Kampfmontur sollte Furcht erzeugt werden. Diese Rechnung ging nur begrenzt auf.

Das Beispiel Rojava wurde von den Abgesandten kurdischer Initiativen breit dargestellt. Für die Jugendlichen waren das Lehrstunden unter freiem Himmel über Umweltverbrechen, reaktionäre Strukturen und antiimperialistuische Kämpfe.