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Erste Schritte zum Rojava-Solidaritätskomitee Stuttgart und Umgebung

Erste Schritte zum Rojava-Solidaritätskomitee Stuttgart und Umgebung
Herausforderung: Wiederaufbau der zerstörten Stadt Kobanê. Foto: firat news

Stuttgart (Korrespondenz), 20.04.15: Freunde und Freundinnen von Rojava verschiedener Nationalitäten und von verschiedenen Organisationen trafen sich am 12. April im Kulturzentrum Tohum in Stuttgart zur Gründung des Solidaritätskomitees.

Berichte und Fotos von einem aktuellen Besuch in Kobanê zeigten das ganze Ausmaß der barbarischen Zerstörungen durch die faschistischen ISIS-Banden. Mehr als 80 Prozent der Stadt wurden in Schutt und Asche gelegt und ihre Bewohner vertrieben - und das alles unter den Augen der türkischen NATO-Truppen, wie in der Diskussion hervorgehoben wurde. Dabei hat die türkische Regierung aktuell die faschistische AL-Nusra-Organisation von ihrer "Terrorliste" genommen. Gleichzeitig wird wie auch in Deutschland das Verbot der kurdische Arbeiterpartei PKK aufrechterhalten.

Beeindruckende Fotos zeigten auf dem Treffen die verschiedensten Personen, die in Kobanê unter den schwierigsten Bedingungen den Wiederaufbau organisieren und führen. Immer mehr Menschen versuchen, wieder Fuß in ihrer Heimatstadt zu fassen, wo das Elektrizitätsnetzwerk und die Wasserversorgung ebenfalls zerstört wurden. So mobilisieren sie für den weiteren Aufbau Kobanês. ...

Die Rotfüchse in Feuerbach haben schon damit begonnen, Werkzeuge zu sammeln und dabei für das 17. Internationale Pfingstjugendtreffen mobilsiert, wo die Rojava-Solidarität einen Schwerpunkt bildet. Außerdem haben wir die Jugendorganisationen der Migrantenorganisationen von ATIF und vom kurdischen Verein gebeten, hier aktiv zu werden.

Um das Solidaritätskomitee auf breitere Beine zu stellen, werden verschiedene Aktivitäten, u.a. am 1. Mai, genutzt. Eine dreiköpfige Gruppe bereitet das nächste Treffen vor, das am 10. Mai 2015 im Tohum oder im ABZ Süd stattfinden.