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900 Menschen protestieren gegen die Verhaftung von ATIK-Mitgliedern

900 Menschen protestieren gegen die Verhaftung von ATIK-Mitgliedern

Frankfurt/Main (Korrespondenz), 30.04.15: Am Samstag, den 25. April, fand in Frankfurt am Main eine Demonstration gegen die Festnahmen ("rf-news" berichtete) von sieben Mitgliedern der ATIK (Konförderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa) in Deutschland statt. Aufgerufen hatten die ATIK und andere türkische Migrantenorganisationen. Etwa 900 Menschen beteiligten sich an der Demo, in der Mehrheit türkischer und kurdischer Herkunft.

Das drückte sich auch in einem buntem Fahnenmeer der verschiedenen Organisationen aus. Auch deutsche Organisationen beteiligten sich, darunter autonome Gruppen, die Rote Hilfe, die Anti-Nazikoordination, die MLPD, einige REBELLen und Vertreterinnen von Courage. Es war eine kämpferische und solidarische Stimmung.

Auf den drei Kundgebungen forderten die Redner und Rednerinnen immer wieder die Freilassung der politischen Gefangenen und die Aufhebung der Paragraphen 129a und 129b, der sogenannten "Antiterrorparagraphen". Sie ließen sich dabei leiten von dem Gedanken: Wer einen angreift, greift alle an.

Der Redner der MLPD wies darauf hin, dass mit diesen Verhaftungen "die revolutionäre Einstellung und Organisiertheit angegriffen" und der revolutionäre Klassenkampf unter Strafe gestellt werden soll. Er warf die Frage auf, ob damit auch die Solidarität mit Kobanê gegen den faschistischen IS-Terror und die Entsendung von Solidaritätsbrigaden für den Wiederaufbau damit behindert werden? Damit dürfen sie nicht durchkommen.