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"No Justice - no Peace" - Proteste in zahlreichen US-Städten gegen Polizeiwillkür und Rassismus

"No Justice - no Peace" - Proteste in zahlreichen US-Städten gegen Polizeiwillkür und Rassismus
rf-foto

02.05.15 - In den USA reißen die Proteste gegen rassistische Polizeigewalt nicht ab. Tausende gingen in den letzten Tagen unter anderem in New York, Washington, Denver, Boston und Minneapolis auf die Straße. In Baltimore forderten am 1. Mai Demonstranten erneut "Gerechtigkeit für Freddie Gray". Der schwarze Afroamerikaner war nach seiner Festnahme Mitte April so schwer verletzt worden, dass er eine Woche später starb. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt sechs Beamte deshalb wegen Körperverletzung und Totschlags bis hin zu Mord mit bedingtem Vorsatz angeklagt.

Korrespondenten berichten aus New York an "rf-news": "Am Union Square im Zentrum von Manhattan trafen sich tausende, vor allem junge Menschen, schwarze und weiße. Viele brachten selbstgemachte Schilder mit: 'Ferguson ist überall – Stop Polizeibrutalität und Mord', 'Wir alle können nicht atmen'. Immer wieder wurde von der Menge gerufen 'No Justice – no Peace' - 'Black Lives Matter' ('Keine Gerechtigkeit – kein Frieden', 'Schwarze Leben zählen').

Anlass war neben dem Tod von Freddy Gray und die Verhängung eines Ausnahmezustandes durch den Gouverneur von Maryland für die Stadt Baltimore. Von 22 bis 5 Uhr ist es in Baltimore mit wenigen Ausnahmen verboten auf die Straße zu gehen. Starke Kräfte der Nationalgarde und der Polizei sind eingesetzt, um dies durchzusetzen.

Für die nächsten Tage sind weitere Proteste in zahlreichen Städten zu erwarten. Zahlreiche linke und migrantische Gruppen haben dazu aufgerufen."