Jugend

TKSE-Azubis gehen für die Übernahme aller auf die Straße

TKSE-Azubis gehen für die Übernahme aller auf die Straße

Duisburg (Korrespondenz), 30.04.15: Gegen 12.15 Uhr schallte es am 27. April laut aus Richtung der TKSE-Lehrwerkstatt: "Übernahme!" und "wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!" Rund 200 Auszubildende marschierten vom Bildungszentrum vor das Verwaltungshochhaus in Duisburg-Bruckhausen. Dort verhandelte der Betriebsrat mit dem Vorstand über die Übernahme aller 300 Auslerner des vergangenen Jahres, die bisher nur einen Einjahresvertrag in der PEAG erhalten haben. Bisher sollen nur 100 von ihnen übernommen werden.

Aktuell besetzen alle 300 Vollarbeitsplätze im Betrieb, wo sie auch dringend gebraucht werden. So haben 6.250 Kolleginnen und Kollegen dafür unterschrieben, für die Übernahme aller 300 auch kämpfen zu wollen. Hauptsächlich zwei Gründe gaben sie dafür an: Die Zukunft der Jugend und - die Jungen werden in den Betrieben gebraucht. Nahezu alle Bereiche sind unterbesetzt!

Die Verhandlungsdelegation kam gegen 13 Uhr raus, konnte aber noch kein positives Ergebnis berichten. Personaldirektor Thomas Schlenz machte ausdrücklich keine Zusagen, was ihm heftige Pfiffe und Buh-Rufe einbrachte. Demgegenüber machte der Betriebsrats-Vorsitzende Günter Back deutlich, wenn es kein befriedigendes Ergebnis gäbe, dann würde in die "Auseinandersetzung" gegangen. Für die Kollegen war klar, "Auseinandersetzung", das bedeutet Streik!

Unter den Azubis wurde breit Werbung für das internationale Pfingstjugendtreffen und die Zukunftsdemo gemacht. Morgens hatte während der Arbeitszeit schon eine Betriebsratsinformation im Bereich Hafen Schwelgern und Walsum stattgefunden. Mit der Umstellung auf die 31-Stunden-Woche kommt es seit November zu massiven Fehlbuchungen und die Lohnabrechnungen stimmen einfach nicht. Die Kollegen hatten die Schnauze voll und haben vom Vorstand verlangt, dass dies sofort geändert wird. Diese Zusage bekamen sie. Es zeigt, dass es mächtig brodelt bei TKSE. Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht bereit dazu, dass auf ihre Kosten gespart wird und die Azubis auf die Straße geschmissen werden, nur damit man die Gewinnvorgaben der Konzernzentrale einhält.