Umwelt

Trinationale Anti-AKW-Kundgebung

Trinationale Anti-AKW-Kundgebung
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Fessenheim (Korrespondenz), 27.04.15: Am "Tschernobyl-Tag", dem 26. April, versammelten sich rund 4.000 Atomkraftgegner zur trinationalen Kundgebung vor dem AKW Fessenheim. Sie kamen aus Deutschland, der Schweiz und aus Frankreich.

Erschwert wurde die Anreise durch die französische Polizei, die mit einer eingeschränkten Verkehrsführung die pünktliche Busanreise verzögerte. Applaus brandete immer wieder auf, wenn Redner die sofortige Abschaltung des hochsicherheitsriskanten Atommeilers forderten.

Leider wurde von der Europaabgeordneten der Grünen, Rebecca Harms, die EU und das Europaparlament gepriesen. Und die Behauptung aufgestellt, in der EU würde die Atomkraft bisher nicht "direkt" subventioniert. Anders der Basler SP-Nationalrat Rudi Rechsteiner, der Ross und Reiter nannte. Er stellte angesichts gehäufter Kernschmelzen in den AKW die plausible Frage: "Würden sie in ein Flugzeug steigen, wenn sie wüssten, dass von 100 Flugzeugen 8 abstürzten?"

Alles in allem eine deutlichen Ansage an den französischen Präsidenten François Hollande, der die Abschaltung von Fessenheim bis 2016 versprochen hatte und nun die Frage offen halten will. Im Anschluss an die kulturell begleitete Kundgebung liefen Atomstromgegnerinnen und -gegner von Fessenheim nach Schönau, dem Dorf der Stromrebellen.