Umwelt

08.05.15 - Zuchtfische oft pharmakologisch belastet

Der Bundesregierung liegen alarmierende Zahlen über Rückstände antimikrobieller Medikamente in Fisch- und Krustentierprodukten aus Zuchtbetrieben vor. Bei Untersuchungen im Rahmen des Europäischen Schnellwarnsystems hatten Prüfer der Bundesregierung in 183 Fällen pharmakologisch wirksame Stoffe nachgewiesen. Vor allem waren dies Rückstände der Fischarznei Malachitgrün, die im Verdacht steht, Krebs zu erregen, aber auch Abbauprodukte verschiedener Antibiotika und Antiseptika. Bei Krustentieren wurden solche Abbauprodukte in 306 Fällen gefunden. Bei sechs Prozent aller Stichproben fanden die Kontrolleure demnach Rückstände von Arzneimitteln.