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Podiumsdiskussion "Freiheit für Rojava" – ein besonderes Highlight auf dem Pfingstjugendtreffen

Podiumsdiskussion "Freiheit für Rojava" – ein besonderes Highlight auf dem Pfingstjugendtreffen
YPG-Kämpfer in Kobanê (foto: VOA)

08.05.15 - Am Sonntag, 24. Mai, wird auf der Hauptbühne des Internationalen Pfingstjugendtreffens in Gelsenkirchen von 11 Uhr bis 13 Uhr die Podiumsdiskussion "Freiheit für Rojava" stattfinden. Sie wird ein besonderer Höhepunkt werden. Das Podium ist mit internationalen Teilnehmern besetzt, die allesamt kompetent über die gegenwärtige Situation in Kobanê und den heldenhaften Befreiungskampf der kurdischen Volksverteidigungs- und Frauenverteidigungseinheiten berichten können. Diese hatten Ende Januar 2015 über die faschistischen Terrorbanden des sogenannten "Islamischen Staats" gesiegt.

Fayza Abdi kommt extra aus Kurdistan. Sie repräsentiert den kurdischen Befreiungskampf in Rojava und die kämpferische Weltfrauenbewegung, Yilmaz Kawa, Vorstandsmitglied des kurdischen Dachverbands NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.) war selbst mehrmals in Kobanê. Peter Weispfenning spricht für die MLPD als ICOR-Mitglied. Die ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) entsendet von Mitte Juni bis Mitte September Solidaritätsbrigaden nach Kobanê zum Aufbau eines Gesundheits- und Kulturzentrums. Über den vierten Podiumsteilnehmer aus dem Kreis der Solidaritätsarbeit für den Wiederaufbau der Stadt Kobanê wird in den nächsten Tagen entschieden.

Nach fünfminütigen Einleitungsstatements wird circa eine Stunde Zeit für eine spannende Diskussion mit Fragen und Meinungen aus dem Publikum sein. Besondere Bedeutung und Aktualität erhält die Podiumsdiskussion, weil der Zugang von Hilfslieferungen und Helfern in die Stadt Kobanê nach wie vor nur über die Türkei und durch Kontrollen des türkischen Militärs möglich ist. Die türkische Erdogan-Regierung verschärft die Blockadepolitik und verhindert einen humanitären Korridor zu den drei Kantonen von Rojava. Als Reaktion auf den großen Erfolg der Befreiung Kobanês soll der Wiederaufbau dort verhindert und dem kurdischen Befreiungskampf damit eine Niederlage beigebracht werden.

Die deutsche Bundesregierung leistet bisher keinerlei Hilfe für den Wiederaufbau von Kobanê und verzichtet auf jegliche Kritik und Druck auf ihren NATO-Partner Türkei. Die Solidarität mit Rojava muss weltweit verstärkt werden – für einen humanitären Korridor und ungehinderten Grenzübertritt nach Kobanê!