Politik

Anatolische Föderation e.V. protestiert gegen das Verbot der Zeitschrift "Yürüyüs"

Anatolische Föderation e.V. protestiert gegen das Verbot der Zeitschrift "Yürüyüs"
Der Zeitungskopf der "Yürüyüs"

07.05.15 - Unter der Überschrift "Pressefreiheit verteidigen" erklärt die Anatolische Föderation e.V.:

"Am 6. Mai wurden mehrere Kulturvereine von der Polizei durchsucht. Der Grund ist ein Verbot der wöchentlichen Zeitschrift 'Yürüyüs' durch Innenminister Thomas de Maizière. Es wurden Publikationen und elektronische Gegenstände, u.a. Fotokopierer beschlagnahmt. Die Räumlichkeiten wurden verwüstet. Insgesamt wurden sieben Objekte in Köln, Dortmund, Berlin, Wuppertal, Stuttgart, den Niederlanden und Belgien gestürmt und Gegenstände konfisziert.

Diese willkürliche Durchsuchung ist ein Angriff auf die Pressefreiheit. Die Behauptung einer 'terroristischen Vereinigung' ist nicht tragbar, es geht lediglich darum, das anti-demokratische Verbot zu rechtfertigen. Leider übernehmen einige Medien diese Lügen und publizieren sie unhinterfragt. Warum werden die Pressemitteilungen der Polizei veröffentlicht ohne zu hinterfragen?

... Der Verbot einer Zeitschrift, konkret der 'Yürüyüs', demonstriert zu gut, wo die Europäische Demokratie angekommen ist.

Die Inhalte der Zeitschrift 'Yürüyüs' werden von der eigenen Redaktion bestimmt, die keineswegs dazu verpflichtet ist, sich de Maizières Presseverständnis anzupassen.

'Yürüyüs' wird in der Türkei mit einer Auflage von Zehntausenden herausgebracht. Ihre Erscheinung ist im Einklang mit geltenden Gesetzen der Türkei. ...

Die freie Presse kann nicht zum Schweigen gebracht werden.

Schluss mit den Repressionen"