Umwelt

Tornado zieht Schneise der Zerstörung bei Augsburg

Tornado zieht Schneise der Zerstörung bei Augsburg
Entwurzelter Baum und beschädigte Realschule in Aichach (rf-foto)

Augsburg (Korrespondenz), 16.05.15: Ein Tornado in der Umgebung von Augsburg hat in Stettenhofen, Aichach und Affing eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Nach vorläufigen Schätzungen sind über 100 Häuser schwer beschädigt, manche unbewohnbar. So etwas hat es in der Region bisher nicht gegeben. Es ist der erste Tornado hier, der mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 250 Stundenkilometern wütete und in seinem Zentrum auch Autos durch die Luft wirbelte, Bäume entwurzelte und abknickte (siehe Foto).

Diese neue Heftigkeit von Stürmen und deren Häufung sind Merkmale des Übergangs in eine drohende Klimakatastrophe, besonders durch weiter ansteigende Treibhausgase, vor allem den CO2-Ausstoß. Dieser Zusammenhang wird allerdings nach wie vor von einem Großteil der bürgerlichen Politiker geleugnet. Stattdessen stehen die Profite der Energiekonzerne im Vordergrund, werden Kohlekraftwerke weiter gefördert und der Ausbau der regenerativen Energien hinter trieben.

Das Buch "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" schreibt dazu: "Ein beschleunigter Umschlag in die Weltklimakatastrophe ist bereits in vollem Gang." (S. 124) Dieser Tornado hat noch einmal hautnah die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Strategiedebatte deutlich gemacht, und das zitierte Buch ist dazu ein hervorragender Baitrag.