Politik

Legalisierung von Cannabis? Kampf dem Drogensumpf!

Legalisierung von Cannabis? Kampf dem Drogensumpf!
Aufkleber-Motiv von Anti-Drogen-Aktivisten

15.05.15 - Joachim Pfeiffer, Bundestagsabgeordneter der CDU, forderte in diesen Tagen gemeinsam mit dem Grünen-MdB Dieter Janecek eine "regulierte Freigabe von Cannabisprodukten" in Deutschland. Ein staatlich genehmigter Vertrieb brächte Steuereinnahmen bis zu zwei Milliarden Euro, und denselben Betrag könne man einsparen durch Wegfall der Kosten für die strafrechtliche Verfolgung der Konsumenten. Befürworter der Freigabe ist auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, der sogar Steuereinnahmen von bis zu 3,5 Milliarden Euro pro Jahr in Aussicht stellt. Die tatsächlichen Einnahmen dürften noch viel höher sein.

Die Höhe der erwarteten Steuereinnahmen lässt darauf schließen, welche riesigen Umsätze und Profite mit der Produktion und dem Handel des Rauschgifts verbunden sind. Kein Wunder, dass die Haschisch-Produktion sich unter anderem mit dem Krieg in Afghanistan noch ausgedehnt hat. Erst mit der Besetzung durch den US-Imperialismus ist das Land zum weltweit größten Cannabis-Produzent aufgestiegen. Davor gab es dort kaum Cannabis-Anbau. Eine von der UNO 2012 erstellte Studie beziffert diesen auf bis zu 3.500 Tonnen Cannabis-Harz (1).

Eine Legalisierung würde es der Bundesregierung ermöglichen, einen Teil der Drogenprofite über Steuern abzukassieren. Getarnt wird dieses Motiv mit Argumenten, man wolle Jugendliche vor Strafverfolgung schützen. Gleichzeitig würde es den Konsumenten aber erleichtern, an Haschisch heranzukommen.

Natürlich kennen die Herrschenden die gesundheitlichen Folgen. Wer in jungen Jahren Cannabis raucht, riskiert ein höheres Risiko für Suchterkrankungen und psychische Störungen. Denn der Cannabis-Wirkstoff THC greift tief in unser Hirn-Orchester ein. Er verändert das optimale Zusammenspiel der Nervenzellen, die für Belohnung, Motivation, Entscheidungsfindung und Bewegungsabläufe zuständig sind. Er stört damit die Fähigkeit, das Denken, Fühlen und Handeln in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu bringen. Kurzfristige Entspannung und Beruhigung werden langfristig mit Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, mit Störungen der Bewegungsabläufe und des Denkvermögens, auch durch Psychosen, bezahlt.

Drogen sind den Herrschenden wichtig, um vor allem die Jugend von einer revolutionären Bewegung und Organisierung abzuhalten. Ihnen bereitet Sorge, dass laut einer Umfrage von "Infratest dimap" vom Sommer 2014 über 20 Prozent der Deutschen eine Revolution für richtig halten. Als in den 1960er Jahren eine Jugendbewegung mit Sympathien für den Marxismus-Leninismus und die Maozedong-Ideen entstand, wurde dagegen eine Drogenschwemme unter anderem mit Cannabis in Gang gesetzt. Erklärtes Ziel war die Zersetzung der Jugendbewegung. Es ist belegt, dass der "Verfassungsschutz" bundesweit gezielt die linke Jugend zur Zersetzung mit Drogen infiltrierte. Der Berliner Geheimdienstmann Peter Urbach "fütterte" gezielt die linke Szene sogar mit Heroin an (2).

MLPD und REBELL haben jeglicher Verharmlosung und Verbreitung von Drogen den Kampf angesagt. Die Jugend und die breiten Massen vor der Zersetzung durch Drogen zu schützen, ist nicht nur eine Gesundheitsfrage, vor allem brauchen sie einen klaren und funktionierenden Verstand.

(1) "tagesschau.de", 13.11.2013

(2) "Hans Behr, Weltmacht Droge", S. 211