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Großes Internationales Solidaritätsfest am 6. Juni – Solidaritätsbrigaden für Kobanê werden feierlich verabschiedet

Großes Internationales Solidaritätsfest am 6. Juni – Solidaritätsbrigaden für Kobanê werden feierlich verabschiedet

20.05.15 - Am Samstag, 6. Juni, findet im Dienstleistungszentrum "Horster Mitte" in Gelsenkirchen ein großes internationales Solidaritätsfest zur Verabschiedung der ICOR-Solidaritätsbrigaden nach Rojava statt. Rojava ist ein Gebiet in Westsyrien, das sich fortschrittliche kurdische Kräfte unter Führung der „Partei der Demokratischen Union“ (PYD) erkämpft haben. Sie bauen dort eine demokratische autonome Verwaltung auf. Infolge griffen Einheiten der faschistischen Terrorgruppe IS die in Rojava liegende Stadt Kobanê an. Nach 134 Tagen revolutionärem und heldenhaften Kampf konnten die kurdischen Kämpferinnen und Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten YPG und der Frauenverteidigungseinheiten YPJ ihre Stadt gestützt auf eine Welle der internationalen Solidarität vollständig von den faschistischen Terrorbanden befreien. Nun gilt es, die zu 80 Prozent zerstörte Stadt wieder aufzubauen.

Im Rahmen des Solidaritätspakts, den die Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) mit der kurdischen Bewegung geschlossen hat, organisiert das ICOR-Mitglied MLPD Solidaritätsbrigaden aus Deutschland, die in Kobanê ein Krankenhaus wiederaufbauen werden. Dazu wurde in den letzten Wochen eine erfolgreiche Werkzeugsammlung gestartet.

Auf dem internationalen Solidaritätsfest werden die Brigadistinnen und Brigadisten aus Deutschland, die sich für diese Aufgabe gemeldet haben, feierlich verabschiedet. Ausgerichtet wird es von der revolutionären Weltorganisation ICOR, dem Kongress der demokratischen kurdischen Vereinigungen in Europa (KDC-E), der Konföderation für Demokratische Rechte in Europa (ADHK), der Föderation der Arbeitsimmigrant/innen aus der Türkei e.V. (AGIF), der Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland (ATIF), der MLPD, dem Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM), dem Jugendverband REBELL, Solidarität International, dem Solidaritäts-Komitee Ruhr und weiteren Einzelpersonen und Organisationen.

Teil der Verabschiedung der Brigaden ist ein Kulturprogramm rund um die „Horster Mitte“, Schmalhorststraße 1, in Gelsenkirchen: Ab 10 Uhr warten Informations- und Spezialitätenstände auf hungrige und wissenshungrige Besucher. Zu sehen sind spannende Filme rund um Kobanê und die Kämpfe zu seiner Befreiung. Für die Kleinen gibt es ein buntes Kinderprogramm. Um 16 Uhr startet die Podiumsdiskussion „Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf“. Um 19 Uhr findet die Verabschiedungszeremonie für die Brigadistinnen und Brigadisten statt. Ab 20 Uhr darf zu den Melodien und Rhythmen der kurdischen und deutschen Bands „Infrarot“, „Xelîl Xemgîn“ aus Rojava, "Koma Rizgar", "Gehörwäsche" und "Bengi Aigiris" getanzt werden.

Wer neugierig geworden ist: Auf dem 17. Internationalen Pfingstjugendtreffen, das am 23./24. Mai auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen stattfindet, wird es am Sonntag, um 11 Uhr, auf der Hauptbühne eine spannende Podiumsdiskussion mit dem Titel "Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf" geben. Außerdem kann man im Hotspot Internationale Solidarität am Stand des Solikomitees Mittleres Ruhrgebiet aktuelle Infos zum Fest und zu den Solidaritätsbrigaden bekommen.