Politik

Gelsenkirchen: Kontrastprogramm zum „Gelsensumpf“

Gelsenkirchen: Kontrastprogramm zum „Gelsensumpf“
Auf der Gelsenkirchener Montagsdemo fand das 17. Internationale Pfingstjugendtreffen neue kleine Freundinnen und Freunde (rf-foto)

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 20.05.15: Die folgende Korrespondenz ging auch als Leserbrief an die regionalen Medien:

Alle reden über den Jugendamtskandal – und das ist gut so. Aber die Stadt Gelsenkirchen hat noch mehr zu bieten! Derzeit gibt es mindestens zwei Kontrastprogramme zu „Gelsensumpf“: den Streik der Erzieherinnen und das 17. Internationale Pfingstjugendtreffen. Während sich die Jugendamtsleiter Alfons Wissmann und Thomas Frings bereichert haben, arbeiten diese Menschen uneigennützig und kreativ für Kinder und Jugendliche – und bereichern diese. …

Auch die städtischen Mitarbeiter des Jugendamtes leisten Enormes … . Wo sie früher 30 Familien betreuten, sind es heute pro Mitarbeiter oft 60 bis 100 Familien. Wer ein Kontrastprogramm zum „Gelsensumpf“ sucht, wird es auch auf dem 17. Internationalen Pfingstjugendtreffen finden. Ob Kulturveranstaltungen, Freundschaft im Wettkampf, einladende Cafés oder Spiele für die Kleinsten, dort wird mit großer Unterstützung von Groß und Klein gemeinsam alles ehrenamtlich auf die Beine gestellt.

Ausgerechnet von einer Stadtspitze, die „Kein Kind zurück lassen will“, gab es in den letzten Jahren schon Behinderungen gegen dieses Internationale Festival, angefangen von der Platzsuche bis zu unsinnigen Auflagen bei der Beschallung. Ein Oberbürgermeister, der den "Gelsensumpf" trocken legen will, könnte sich ein Vorbild nehmen an Prof. Jean Ziegler aus Genf. Er ist Soziologe, war UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung - und ist Schirmherr des 17. Internationalen Pfingstjugendtreffens. „Das Pfingstjugendtreffen dient dem Kennenlernen und dem internationalen Austausch der Jugend!“, so Jean Ziegler.