Umwelt

Wiederaufbau in Kobanê – Gesundheits- und Sozialzentrum mit autarker Energiever- und -entsorgung

Wiederaufbau in Kobanê – Gesundheits- und Sozialzentrum mit autarker Energiever- und -entsorgung
Kobanê (foto: firat news)

22.05.15 - Am 20. Juni macht sich der erste Trupp von Solidaritätsbrigaden der Weltorganisation ICOR auf den Weg, um den Wiederaufbau in Kobanê zu unterstützen. Insgesamt beteiligen sich daran bis zum 19.September rund 100 internationale Brigadistinnen und Brigadisten zum Aufbau eines Gesundheits- und Sozialzentrums.

Die weitgehende Zerstörung der Infrastruktur in und um Kobanê macht den Aufbau einer für die Region tauglichen autarken Energiever- und -entsorgung des Zentrums notwendig.

„Angesichts zerstörter Stromversorgung, Wasser- und Abwassersystemen muss dieser systemisch erfolgen und berücksichtigen, dass das Gesundheitszentrum dies autark verwirklichen kann“, erklärt Professor Christian Jooß, von der UNI Göttingen zur Bedeutung des ökologischen Aspektes im Wiederaufbau. Das sei „durch eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung, die wiederum Voraussetzung für Wasserversorgung und -reinigung aus Brunnen ist, oder eine Biogasanlage, die zur Fäkalienbeseitigung beiträgt“, zu lösen.

Dazu ist die enge Zusammenarbeit von verschiedenen erfahrenen Bauplanern, Handwerkern, Leuten mit Erfahrung in der Dämmung mit Lehm/Stroh, in Wasseraufbereitung, Photovoltaik, Solarthermie, Wasserver- und entsorgung, Biogas, usw. notwendig.

Am Pfingstmontag, 25.05.2015 um 10.00 Uhr trifft sich dazu in Gelsenkirchen eine Kommission für den Aufbau dieses Gesundheitszentrums in Kobanê. Es werden dafür noch Fähigkeiten und Erfahrungen von Fachleuten, Spezialisten und Experten gesucht! Sie sind herzlich willkommen, an diesem Treffen teilzunehmen und mitzuarbeiten. Interessierte können sich auf dem Pfingstjugendtreffen im Umwelt-Hotspot beim Info-Stand der MLPD melden.