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Internationales Solidaritätsfest begrüßt 49. ICOR-Organisation

Internationales Solidaritätsfest begrüßt 49. ICOR-Organisation
(rf-foto)

06.06.15 - Pünktlich um 10 Uhr eröffneten Monika Gärtner-Engel, Peter Weispfenning und Erkan Özger das Internationale Solidaritätsfest in Gelsenkirchen. Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF Gelsenkirchen begrüßte die Besucherinnen und Besucher und berichtete unter Applaus von ihrer Initiative einer Städtepartnerschaft zwischen Gelsenkirchen und Kobanê. "Sie wurde zwar im Rat nicht angenommen, ist aber in der Stadt inzwischen lebendige Wirklichkeit."

„Wir feiern heute den Sieg über den faschistischen IS in Kobane“, freute sich Peter Weispfenning, Internationalismus-Verantwortlicher der MLPD. „Und wir unterstützen ausgehend von der revolutionären Weltorganisation ICOR den Wiederaufbau. Dieser Aufbau wird gemeinsam getragen – unabhängig vom Parteibuch. Die Gesundheitsstation, die von den ICOR-Wiederaufbau-Brigaden von Juli bis September errichtet werden soll ist ein echtes Pilotprojekt. Unsere kurdischen Freunde berichten, dass einige Hilfsorganisationen in Kobane tätig sind, aber niemand bisher wirklich etwas neu aufgebaut hat.“

Jubel brandete wenig später auf, als verkündet wurde, dass die ICOR am letzten Montag nunmehr offiziell die Mitgliedschaft des KCD-E, des Kongress der demokratischen kurdischen Vereinigungen in Europa, bestätigt hat. Als 49. Mitgliedsorganisation ist der kurdische Freiheitskampf damit Teil einer revolutionären Weltorganisation. 

In einer Schweigeminute gedachten die Besucherinnen und Besucher der Opfer des gestrigen faschistischen Anschlags auf die Kundgebung der HDP in Amed (Diyabarkir).

Erkan Özger von der Mesopotamischen Ökologischen Bewegung ist eigens aus Amed angereist. Seine Siegeszuversicht beeindruckte: „Wir lassen uns durch solche Anschläge wie in Amed nicht von unserem Kampf abbringen. Wir führen ihn nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. Wir bekämpfen den Kapitalismus und Imperialismus. Deshalb ist den Herrschenden Kobanê ein Dorn im Auge!“

Jetzt freuen sich alle auf ein geballtes Programm. Rote Fahne News wird weiter berichten.