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Weltweite Empörung und Proteste wegen islamistisch-faschistischer Terroranschläge

Weltweite Empörung und  Proteste wegen islamistisch-faschistischer Terroranschläge
Helfer und Sanitäter bergen Verletzte am Strand von Sousse (foto: screenshot N24)

28.06.15 – Innerhalb von zwei Tagen haben massenverachtende Anschläge und Attacken mit islamistisch-faschistischem Hintergrund weltweit für Entsetzen und Empörung bei den Massen gesorgt. Am Donnerstag, 25. Juni, drangen Terroristen der islamistisch-faschistischen IS-Miliz („Islamischer Staat“) in Kobanê ein und zündeten Bomben (siehe rf-news vom 25., 26. und 27. Juni). Freitagmorgen, 26. Juni, enthauptete ein Franzose mit offensichtlichen Kontakten zur islamistisch-faschistischen Salafistenbewegung einen Mann in der Nähe von Lyon. In Kuweit tötete ein Selbstmordattentäter mindestens 25 gläubige Schiiten in einer Moschee. Dann starben am Mittag des gleichen Tages nach Medienangaben mindestens 39 Menschen in Tunesien. Ein IS-Terrorist hatte am Strand von Sousse ein Kalaschnikow-Sturmgewehr gezogen und gezielt auf Touristen gefeuert.

Allen Angehörigen der Opfer faschistischer Verbrechen gehört unser Beileid und unsere Solidarität!

Alle bürgerlichen Politiker bekunden ihr Entsetzen über den "brutalen und ruchlosen Mord an unschuldigen Menschen" (Thomas de Maizière) und  rufen zum verstärkten Kampf gegen den Terror auf. Verfechter einer umfassenden Bespitzelung mit Vorratsdatenspeicherung sehen sich bestätigt. Der gemeinsame Kampf gegen den faschistischen Terror ist notwendig. Aber den meinen sie gar nicht, und das ist auch nicht der Zweck der umfassenden Überwachungsmaßnahmen. Das zeigt auch die Geschichte der faschistisch-islamistischen Terrorgruppen.  

Deren Aufbau geht ursprünglich auf eine Initiative von Zbigniew Brzezinski, dem ehemaligen Chefberater des US-Präsidenten in den 1970er und -80er Jahren zurück. Sie wurden gegen revolutionäre und nationale Befreiungskämpfe mit religiös motiviertem Deckmantel aufgebaut und gefördert.  So wurde Al Kaida vom CIA aus der Taufe gehoben. 

Diese reaktionäre Strategie als Bestandteil der Weltherrschaftspläne des US-Imperialismus ist gescheitert. Die faschistischen Bewegungen sind inzwischen zum Spielball der verschiedensten Mächte mit imperialistischen Ambitionen geworden und haben sich gegenüber ihren ursprünglichen Ziehvätern verselbständigt.

Der IS ist längst ein machtpolitischer Faktor im Ringen um die Neuaufteilung der Einflusssphären im Nahen und Mittleren Osten sowie im nördlichen Afrika geworden. Er verfügt über immense Waffen- und Geld-Kapazitäten und es gelingt ihm in großem Umfang, bezahlte Söldnerarmeen zu unterhalten. Allein aus dem europäischen Raum sollen 7.500 IS-Söldner angeworben worden sein. Der IS ist vor allem eine reaktionäre Barriere gegen die Entfaltung des revolutionären Klassenkampfs und der Erhöhung des revolutionären Bewusstseins. Er muss als ernsthafte neue Erscheinung im internationalen Befreiungskampf begriffen werden.

Eine wirkliche Gegenkraft zum faschistischen Terror sind heute die Kämpfe für Freiheit und Demokratie und das enge Bündnis aller revolutionären Bewegungen auf der Welt mit einer klar antifaschistischen und antiimperialistischen Ausrichtung. Darin liegt auch aktuell die große Bedeutung der Solidarität mit der revolutionären Befreiung von Kobanê, ihrer Verteidigung und dem Wiederaufbau. Dies unterstrichen Protestveranstaltungen gegen die Anschläge in Kobanê in diesen Tagen in mehreren Städten der BRD, wie uns Korrespondenten aus Duisburg, Essen und Hamburg aktuell berichteten.