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Europaweite Solidarität - Kämpfe in Kobanê dauern an

Europaweite Solidarität - Kämpfe in Kobanê dauern an
Solidaritätsdemonstration in Berlin (rf-foto)

26.06.15 – In zahlreichen europäischen Städten finden Demonstrationen der Solidarität statt, gegen die erneuten Attacken des IS gegen die kurdische Stadt Kobanê in Syrien. In Deutschland sind auch die MLPD und ihr Jugendverband REBELL aktiv dabei. Riesig ist die Abscheu gegenüber den hinterhältigen Attacken. Rund 300 Menschen versammelten sich heute in Essen. "Empört, betroffen und und kämpferisch" - so beschreibt ein Korrespondent die Stimmung.

Die IS-Angreifer gingen mit der für Faschisten typischen Menschenverachtung vor allem gegen die Zivilbevölkerung vor. Nach Berichten der kurdischen Nachrichtenagentur ANF, drangen zumindest Teil der gestrigen faschistischen IS-Angreifer in Uniformen der Freien Syrischen Armee (FSA) über die türkische Grenze ein.

Zur aktuellen Lage veröffentlichte das Pressebüro der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG ein Statement, in dem es unter anderem heißt: "Nach dem brutalen Überfall wurden die Terroristen in der Stadt von unseren Einheiten von vier Seiten in die Enge getrieben und in harten Kämpfen, die über die Nacht dauerten, bekämpft. Die militärischen Aktionen angesichts der beschriebenen Kämpfe im Norden von Kobanê sollen weitergeführt werden, bis die Sicherheit wieder hergestellt ist und neue Bedingungen hergestellt wurden, in denen die Bevölkerung sich sicher fühlen kann und nach und nach zu einem normalen Leben zurückkehren kann." (1)

Kobanê ist das Herz der kurdischen Erfolge gegen den faschistischen IS und von hohem symbolischem Wert. Die IS-Angriffe bestätigen auch den berühmten preußischen Militärhistoriker Carl von Clausewitz, dass nach dem Sieg dieser gesichert werden muss. Offenbar handelt es sich um einen Entlastungsangriff des IS auf Kobanê, um einen weiteren Vormarsch von YPG/YPJ auf die IS-Hochburg Raqqua zu schwächen.

Die MLPD steht fest an der Seite ihrer kurdischen Freundinnen und Freunde und aller ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer.

 (1) Eigene Übersetzung. Das ganze Statement lesen