Opel Berichte

Opel: Ex-Bochumer gewinnt Klage gegen Versetzung in Eisenach

25.06.15 - Der seit Anfang des Jahres in Eisenach beschäftigte ehemalige Bochumer Opelaner Rainer Weinmann klagte gegen eine "Zwangsversetzung" von der Abteilung Logistik ans Fließband. In einer Pressemitteilung berichtet der Eisenacher Opel-Betriebsrat Fritz Hofmann: "Er klagte, weil die Versetzung 'Teil der seit zwei Jahren andauernden politischen Repression gegen mich ist', so Weinmann. Dass es eine rein politisch motivierte Versetzung war, wurde auch von seinem Anwalt Weißheit (DGB Rechtsschutz) bestätigt. Die Anwältin des Arbeitgeberverbandes argumentierte, dass Weinmann wegen Fehlverhaltens nicht in der Logistik arbeiten darf. Jedoch konnte man ihm hier in Eisenach keinerlei Fehlverhalten nachweisen und so musste eine Abmahnung aus Bochum aus dem Jahr 2013 herhalten. Diese Abmahnung hat Rainer Weinmann erhalten, weil er auf dem Weg zu einer Protestversammlung gegen die Bochumer Werkschließung 'außerhalb seiner Arbeitszeit und ohne Fahrauftrag' mit dem Stapler ein Flatterband 'überwunden' haben soll. Weinmann dazu: 'In Wirklichkeit war das der plumpe Versuch, mich und den Kampf der Bochumer Kollegen gegen die Schließung unseres Werkes einzuschüchtern.' ... Er wurde in das Team versetzt, das ergonomisch die schlechteste Bewertung im ganzen Werk hat. Damit verstößt Opel nach Ansicht von Weinmann und seines Anwalts gegen das Maßregelungsverbot §612a BGB. Demnach darf niemand benachteiligt werden, weil er in zulässiger Weise seine Rechte wahrnimmt. In der Gerichtsverhandlung vor dem Arbeitsgericht wurde die politische Dimension deutlich. Am Ende der Verhandlung stand für Opel eine derbe Niederlage, für den Arbeiter ein Erfolg der Solidarität. ..."

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut und voller Länge