Politik

Siegen: "Pflege am Boden" kontert antikommunistischen Spaltungsversuch

Siegen: "Pflege am Boden" kontert antikommunistischen Spaltungsversuch
Die solidarischen Kolleginnen und Kollegen vom St.Marien-Krankenhaus in Siegen, die der eigenen Mitarbeitervertretung offensichtlich ein Dorn im Auge waren (rf-foto)

27.06.15 – Am 23. Juni hatte „rf-news“ über den machtvollen Beginn des Streiks an der Berliner Charité berichtet. Illustriert war der Artikel mit einem Bild von solidarischen Kolleginnen und Kollegen am St. Marien-Krankenhaus in Siegen, von denen einige Mitglieder der Initiative „Pflege am Boden“ sind. (siehe "rf-news")

Das wiederum rief den Schriftführer der Mitarbeitervertretung (MAV) des Krankenhauses, Lutz Villwock, auf den Plan, der sich in einer breiten Rundmail darüber ausließ, dass sich "Pflege am Boden" nun von einer „stalinistischen Politsekte“ vereinnahmen lasse. Damit leistete er sich objektiv nicht nur einen üblen antikommunistischen Ausfall, sondern er versucht auch einen Keil zwischen die streikende Charité-Belegschaft und ihre Unterstützder an anderen Kliniken zu treiben.

Das wiederum gelang nicht, denn Ekkard Büdenbender von „Pflege am Boden“ antwortete in einer ebenfalls breit versandten Rundmail folgendes: „Liebe MAV-ler, lieber Lutz Villwock, Keine Angst! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeine ernsthafte Organisation von Pflegekräften (oder sonstigen engagierten Menschen) gibt, die sich vereinnahmen lassen möchte, - weder von Parteien, noch von Firmen, Religionsgruppen, Gewerkschaften oder Betriebsräten,bzw. Mitarbeitervertretungen. Aber wenn eine Zeitung, egal welcher Ausrichtung, einen neutralen Bericht über einen Arbeitskampf, den sie gutheißt, verfasst, dann nenne ich das nicht Vereinnahmung, sondern Berichterstattung.

Schade, dass die MAV des Marienkrankenhauses ihre Energie dafür investiert, aus ihrer Sicht negative Dinge eines positiven Streiks hervorzukramen, anstatt all ihre Kraft dafür zu bündeln, um den Kampf für ein Gesundheitssystem, das diesen Namen auch verdient zu einem positiven Ende zu führen.“

„rf-news“ stimmt dem voll zu und wird wiederum seine Kraft voll und ganz dafür nutzen.