International

Verhaftete Marxisten-Leninisten in Ägypten wieder freigelassen

26.06.15 – In Ägypten geht das Al-Sisi-Regime seit Monaten unter dem Vorwand, die reaktionäre Muslimbruderschaft auszuschalten, auch verschärft gegen fortschrittliche Aktivisten der Arbeiter-, Jugend- und Frauenbewegung vor. Zwischen Juli 2013 und Mai 2014 wurden in Ägypten mehr als 41.000 Menschen verhaftet oder verurteilt – ein Großteil von ihnen ohne faires Gerichtsverfahren, berichtet Human Rights Watch (HRW).

Am 1. Mai 2015 wurden fünf Mitglieder der Revolutionären Kommunistischen Partei von Ägypten (RCP-E) verhaftet und ohne Begründung und Verfahren ins Gefängnis geworfen (siehe auch "rf-news"-Artikel vom 1. Juni 2015 "MLPD protestiert gegen Verhaftungen in Ägypten anlässlich des Besuches von Al Sisi in Berlin").

Am 22. Juni schrieb das Zentralkomitee der RCP-E an alle Mitgliedsorganisationen der ICOR (Internationele Koordination revolutionärer Organisationen und Parteien). Darin heißt es:

"Wir danken allen Genossen, Gruppen und fortschrittlichen Organisationen und Parteien, die sich für die Sache unserer am 1. Mai verhafteten und unterdrückten Genossen eingesetzt haben. Wir wollen euch informieren, dass alle unsere Genossen inzwischen freigelassen wurden. Wir bekräftigen, dass Verhaftungen und Unterdrückung uns nicht aufhalten können, uns für unser Land, Fortschritt und den Klassenkampf einzusetzen, bis zur Errichtung der kommunistischen Gesellschaft, die frei von jeder Ausbeutung, Zerstörung und Kriegen ist.

Besonderen Dank an all unsere Genossen der ICOR für ihre ausgezeichnete und wirksame Unterstützung.

Lang lebe die internationale Solidarität!

Lang lebe der Marxismus-Leninismus.

Revolutionäre Kommunistische Partei von Ägypten (RCP Egypt) Zentralkomitee 16. Juni 2015"