Betrieb und Gewerkschaft

Bosch: 3.000 bei bundesweitem Aktionstag

Bosch: 3.000 bei bundesweitem Aktionstag
Die Werksfeuerwehr zaubert ein Spühregen-Herz zur Kühlung (rf-foto)

Ludwigsburg (Korrespondenz), 03.07.15: Vor kurzem hatte Bosch angekündigt, den Geschäftsbereich Starter und Generatoren (SG) bis Jahresende "auszugliedern" bzw. zu verkaufen. Von den weltweit 6.500 Mitarbeitern dieser Sparte sind in Hildesheim 900 und in Schwieberdingen bei Ludwigsburg 500 Arbeitsplätze betroffen. Kaum wurden die Pläne bekannt, gingen die Tassen hoch: In mehr als 1.500 Kommentaren, Briefen, Protesten im Bosch-Intranet drückten die Kolleginnen und Kollegen aus vielen Standorten ihren Unmut aus: "Nicht mit uns! Wir sind unverkäuflich!"

Zum Aktionstag vor der Bosch-Firmenzentrale in Gerlingen bei Stuttgart reisten mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an und protestierten lautstark gegen die Pläne der Geschäftsleitung. Sie kamen aus fast allen baden-württembergischen Bosch-Standorten sowie aus Bayern, Hamburg, Niedersachsen, dem Saarland, Thüringen. Aus Ungarn war der Betriebsratsvorsitzende des Werks Miskolc dabei. Allein aus Hildesheim haben sich 500 Kolleginnen und Kollegen in neun Bussen auf den Weg gemacht – gegen den Druck der Geschäftsleitung.

Aus vielen Teilen der Welt gingen Solidaritätsadressen ein, unter anderem aus den Bosch-Werken in Tschechien, Südafrika, Naganathapura in Indien. Dort gab es heute auch Proteste (...).

Die Vertrauenskörper-Leiter von Daimler Sindelfingen und Daimler Stuttgart-Untertürkheim erhielten starken Beifall für ihre Reden. Sie sicherten die Unterstützung der Daimler-Belegschaften zu und ermutigten die Boschler zu kämpferischen Maßnahmen. (...)