Politik

16.07.15 - Brandenburg: Mehr faschistische Morde ermittelt

Nicht neun Menschen - wie bisher offziell genannt - wurden seit 1990 in Brandenburg Todesopfer faschistischer oder rassistischer Gewalt, sondern mindestens 18. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes des Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrums im Auftrag des Innenministeriums. Insgesamt kommen sogar in 33 Fällen von Mord und Totschlag an Migranten, Flüchtlingen, Einwanderern, linken Jugendlichen oder Obdachlosen faschistische oder rassistische Motive in Frage. Antifaschistische Initiativen hatten immer wieder eine Überprüfung der Fälle gefordert. Bundesweit gehen von Antifaschisten erstellte Listen von 152 und 184 Todesopfern faschistischer Gewalt aus, während offiziell nur 64 gezählt werden.