Wirtschaft

Gelsenkirchen: Montagsdemo solidarisch mit dem griechischen Volk

Gelsenkirchen: Montagsdemo solidarisch mit dem griechischen Volk
Die Gelsenkirchener Montagsdemo zeigt sich solidarisch mit dem griechischen Volk (rf-foto)

23.07.15 - Die Pressesprecher der Gelsenkirchener Montagsdemo, Martina Reichmann und Thomas Kistermann, haben folgende Pressemitteilung herausgegeben:

"Gegen das schreckliche Massaker in Suruc/Türkei protestierten die Montagsdemonstranten entschieden. ... Die Montagsdemo hielt eine Gedenkminute für diese Jugendlichen und sprachen ihr herzliches Beileid an die Organisation und an alle Angehörigen aus.

Hauptthema war wie angekündigt die Solidarität mit Griechenland. In der Kritik stand der Riesenjubel der Bundesregierung darüber, Reformen durchgesetzt zu haben. Allein schon der Begriff ist hier völlig fehl am Platz: Es sind keine Verbesserungen für die Massen in Griechenland, sondern drastische Einschnitte und eine Erpressung! Der Renteneintritt wird auf 67 erhöht wird ähnlich wie in Deutschland, aber nicht wie bei uns Stück für Stück bis zum Jahr 2030, sondern bis 2022. Eine Mehrwertsteuererhöhung von 13 auf 23 Prozent wurde durchgesetzt, damit wird auch der Tourismus immens hoch besteuert, Hauptwirtschaftszweig in Griechenland. Das trifft die Bevölkerung.

Stefan Engel, MLPD: 'Wenn alles 10 Prozent teurer wird und du sowieso nichts hast, ist das eine Art der Volksenteignung. Die Mehrwertsteuer ist überhaupt die unsozialste Steuer. Wir sind solidarisch mit dem Kampf des griechischen Volkes gegen diese Abwälzung der Krisenlasten, wir kennen das auch, aus diesem Grund demonstrieren wir seit elf Jahren hier gegen die Hartz-Gesetze, die Rente mit 67. Genau das Programm wird jetzt dort radikal durchgezogen, und deswegen ist es auch unser ureigenstes Interesse, diese Solidarität zum Ausdruck zu bringen.' ..."

Die komplette Pressemitteilung kann hier gelesen werden!