Betrieb und Gewerkschaft

Lübecker Hafenarbeiter machen "kurzen Prozess"

Lübeck (Korrespondenz), 20.07.15: 150 Lübecker Hafenarbeiter traten am 17. Juli in den Streik. Der Vorstand der Lübecker Hafengesellschaft und ver.di hatten einen Jahrestarifvertrag mit 2,2 Prozent Lohnerhöhung ausgehandelt.

Die Gesellschafter des Hafens, die Stadt Lübeck und als Minderheitsgesellschafter die Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset hatten den Tarifvertrag aber nicht fristgemäß unterzeichnet.

Nachdem die Deutsche Asset die Hafenarbeiter bei einem vorherigen Tarifvertrag monatelang im Ungewissen ließen, machten die Hafenarbeiter dieses Mal kurzen Prozess und zogen vor das Hafenhaus. Das hatte Wirkung: Am späten Abend wurde der Vertrag unterzeichnet.